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Kleiner Auslöser, riesen Effekt – das ist eigentlich der Inhalt unseres Nachbarschaftsmusicals „Zzaun!“, das am 28.10. in der Staatsoperette Dresden seine glanzvolle Uraufführung erleben sollte. Nun hat uns (wieder einmal!) die Realität eingeholt und gezeigt, wie echte Satire funktioniert. Weil ein Techniker aus Versehen den falschen Knopf drückte, gingen im Bühnenhaus der Staatsoperette binnen 30 Sekunden 16.000 Liter Wasser nieder. Für Scheinwerfer, Haustechnik, Bühnenboden, Unterbühne, Orchestergraben und nicht zuletzt unser bereits vollständig aufgebautes Bühnenbild eine ausgesprochen ungesunde Wetterlage. Und so kommt es, dass wir genau einen Monat nach Probenbeginn und zehn Tage vor der Premiere vor den tropfenden Überresten unserer Produktion stehen, und keinen Schimmer haben, wann „Zzaun!“ letztlich zur Aufführung gelangen wird. Denn die Aufräum- und Sanierungsmaßnahmen werden Wochen in Anspruch nehmen, die restliche Spielzeit muss komplett überdacht, und u.U. nach einer Ausweichspielstätte gesucht werden. Für das nigelnagelneue Haus der Staatsoperette ist das, ausgerechnet in ihrer Jubiläumsspielzeit, eine ungeheure Katastrophe!

Zwei Lichtblicke gibt es dennoch: Intendant Wolfgang Schaller versicherte uns, dass er „Zzaun!“ trotz allem noch in dieser Spielzeit zur Aufführung bringen will. Außerdem soll die freigewordene Zeit dazu genutzt werden, um die CD-Produktion von „Zzaun!“ voranzutreiben, weshalb in den nächsten Tagen Darsteller und Orchester unter der Leitung von Peter Feigel alle Musiknummern aufnehmen werden.

Es gibt also Dinge, auf die wir uns freuen können!