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Lebenslauf prosaisch            Lebenslauf tabellarisch

Geboren in Hamburg. Tapeten mit serviertellergroßen Blumen, der Bambusrohrschaukelstuhl quietscht über den Flokati. Kindheit im Randbezirk mit dem schönen Namen Poppenbüttel, Grenze zum wildmoorigen Alstertal. Unendliche Geschichte, Herr der Ringe, Muppet Show. Dreizehn Jahre Waldorfschule tun das Übrige.

Theater Jugend Hamburg. Erster öffentlicher Auftritt mit zehn, der Text bleibt im Kopf. Bis heute. Vierzehn Jugendtheaterproduktionen in zehn Jahren. Ballett, Stepp- und Jazzdancestunden ergänzen den schulischen Eurythmieunterricht. Die Geige bleibt irgendwann in der S-Bahn liegen.

Studium an der damaligen Hochschule der Künste Berlin, Fach: Musical/Show. Man lernt Nützliches. Nur nicht, dass Lehrer auch bloß Menschen sind. Erste große Liebe, erster großer Kater, erste kleine Rolle. 1997 ein Preis, immerhin. Es bleibt für 17 Jahre der einzige. Abschluss als Diplom Musicaldarsteller.

Wien, Essen, Bielefeld, Füssen, Berlin, München, Lübeck. Insgesamt zwei Dutzend Musicalproduktionen, von BLUTSBRÜDER bis PINKELSTADT, von HELLO DOLLY! bis KUSS DER SPINNENFRAU. Tausend Orte, Namen, Gesichter, die meisten vergessen, trotzdem eine schöne Zeit. Für Hauptrollen zu eigenwillig. Stattdessen Neben- und Zuträgerparts: Diener, Sekretäre, Militärs, Intriganten. Glänzen aus dem Hintergrund. Loriot bleibt das große Vorbild.

Zum Schreiben wie die Jungfrau zum Kinde. Erster Auftrag durch Etikettenschwindel, das Pseudonym hält zwei Jahre. Erfolg berechtigt zum eigenen Namen. MONDSCHEINTARIF, DIE BEINE VON DOLORES, KOMIKER AUS VERSEHEN – ein Stück pro Jahr, damit lässt sich leben. Seit HEISSE ZEITEN auch davon. Das Rezept heißt Dramamusicalrevue. Ist halt vorher keiner drauf gekommen. Mit was man alles Geld verdienen kann. Große Kunst ist auch schön, bezahlt aber niemand. Das ist der Witz.